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Die Weimarer Republik
Die Novemberrevolution:
Ursachen:
- wachsende Radikalisierung
- keine neuen Reformen, trotz Forderungen
- Nahende Niederlage des I.WK
- Forderungen nach Frieden
- Bildung von Soldaten- und Arbeiterräten
Anlass:
- Matrosenaufstand in Wilhelmshaven (Matrosen sahen Auslaufen als Selbstmord)
Verlauf:
- 9.11. Doppelte Ausrufung der Rep., Abdankung Wilhelm II
- 10.11. Rat der Volksbeauftragten als provisorische Regierung (Vorsitz:
Ebert)
- 11.11. Regierung unterzeichnet Waffenstillstand in Compiégne
- 16-20.11. Rätekongress
- 23-24.12. Kämpfe in Berlin
- 1.1.1919 Spartakusaufstand
- 19.1.1919 Wahlen zur Nationalversammlung
Ergebnisse:
- 15.1. Ermordung Luxemburg, Liebknecht
- Entstehung einer demokratischen Regierung unter Ebert
- Neue Verfassung
- Ende der Hohenzollerherrschaft
- 1.1.1919 Gründung der KPD
- Scheitern des Kommunismus / Soziallismus
- Radikalisierung von Links und Rechts
- Neue Staatsflagge
- Frauenwahlrecht
- Einführung des 8. Stundentages
- Zulassung von Gewerkschaften
- Bildung von Freikorps
- Abschaffung des 3-Klassenwahlrechtes
- Pressefreiheit
- Spaltung von USPD und MSPD
- Entwicklung eines politischen Bewusstseins
- Demokratische Grundrechte
Der Versailler Vertrag (28.6.1919):
Territoriale Veränderungen (Abtretungen):
- Elsaß-Lothringen (F)
- Eupen-Malmedy (B)
- Nordschleswig (DK)
- Memelgebiet (Völkerbund)
- Danzig (Freie Stadt)
- Wespreußen (P)
- Teile Oberschlesiens (P)
- Hultschiner Land (CSR)
- Saargebiet (F)
- alle Kolonien
Reparationen:
- Wiedergutmachung aller Kriegsschäden (keine feste Summe genannt)
Militärische Beschränkungen:
- Berufsheer: 100 000 Mann
- Keine: Luftstreitkräfte, schweren Waffen, Schlachtschiffe, U-Boote,
Generalstab
- Entmilitarisierung des Rheinlandes
Demütigungen:
- Kriegsschuldartikel 231 (Deutschland bekommt alleinige Schuld am I.WK)
Die Verfassung (31.7.1919):
Bürgerliche, demokratische, soziale Verfassung mit monarchischen
Grundzügen
- Volk wählt Reichstag auf 4 Jahre, Reichspräsident auf 7 Jahre
- Volksentscheid über Gesetzgebung
- Art. 48: Notstandsverordnung, Reichspräsident übernimmt Gesetzgebung
- Art. 53: Reichspräsident ernennt/entlässt Reichskanzler
- Art. 25: Reichspräsident ernennt/entlässt Reichsregierung
- Reichspräsident hat Oberbefehl über Reichswehr
Internationale Verträge:
1922 Rapollo Vertrag (Deutschland/Russland): gegenseitiger Verzicht auf
Reparationsleistungen
1924 Dawesplan: 2,5 RM jährlich als Reparationsleistung, Beendigung
der Ruhrgebietbesetzung
1925 Locarnovertrag: Dt. Westegrenze unverletzlich, Aufnahme Dtl. In Völkerbund
1926 Berliner Vertrag: (Deutschland/Russland) Neutralität im Kriegsfall
1928 Youngplan: Reparationskosten: 128 Mrd. RM in 57 Jahren zu zahlen
Außenpolitik Stresemanns:
- Politik des Ausgleichs, der Verständigung, der kleinen Schritte
- Friedliche Revision des Versailler Vertrages
- Sicherung des Friedens
- Annerkennung der Westgrenze
Der Untergang der Weimarer Republik
1. Die gezwungene Demokratie und der Versailler Vertrag
- Demokratie wurde Deutschland von Siegermächten aufgezwungen
- Deutschland bekommt die alleinige Kriegsschuld
- Hohe Reparationszahlungen
- Territoriale Verluste und Uneinigkeit
2. Die Dolchstoßlegende
- Niederlage Deutschlands im 1. WK durch Novemberverbrecher
- Volk schloss sich diesen Aussagen an
- Sah Deutsche Politiker = Erfüllungspolitiker
- Republikgegner verbündeten sich mit monarchischen Bewegungen
3. Die Parteien
- Keine gemeinsame Basis der Parteien
- Volk wurde wahlmüde uns sehnte sich nach einen Anführer
- Ständige Koalitionsneubildungen
4. Extremisten und Straßenkämpfe
- kommunistische Partei wollte eine Parteidiktatur nach russischem Vorbild
errichten
- rechten Monarchisten versuchten das autoritäre Kaiserreich wiedereinzuführen
- Militaristen schwärmten von einer Militärdiktatur
- völkische und faschistische Gruppen sprachen von einem Führerstaat
- Straßenschlachten zwischen extremistischen Gruppen à weitere
Verunsicherung des Volkes
5. Die Inflation und der Ruhrkampf
- Hohe Verschuldung + Reparationszahlungen = zusätzlicher Gelddruck
à Wertverfall des Geldes
- Ablieferungsrückstand an Kohle à Franzosen besetzen Ruhrgebiet
- passiver Widerstand durch dt. Bevölkerung, Einstellen der Produktion,
Sabotageakte
6. Der Hitler Putsch
- Protest gegen die Beendigung des Ruhrkampfes à Errichtung der
Monarchie in Bayern
- Hilfe durch nationale Wehrverbände (u.a. SA)
- Hitler nutzte Chance zum Putsch in der Nach vom 8. zum 9. Nov.
- Ziel: Stürzung der Berliner Reichsregierung
- Kahr, der Generalstaatkommissar, erkannte Hitlers' Absicht à
5 Jahre Haft für Hitler
7. Weltwirtschaftskrise
- Nur scheinbare Konsolidierung durch "Goldene Zwanziger"
- Amerika forderte Kredite von Deutschland zurück
- Firmenzusammenbrüche in Dtl., Produktionseinschränkungen,
sinkende Löhne
- Verlust der Kaufkraft, Verlust von Steuereinnahmen, Vermehrung der Soziallasten
- Arbeitslosigkeit von 2 Mio. auf 6 Mio. (jeder Dritte arbeitslos)
- Parteien uneinig über Lösung des Problems à Koalitionsbruch
- Hindenburg setzte wieder 1 Mann an die Spitze (Brüning), Präsidialkabinette
- à Ende der Demokratie
8. Demokratie ohne Demokraten
- Verwaltung, Justizapparat, Lehrer und Professoren aus dem Kaiserreich
übernommen
- "Demokrat" als Schimpfwort
- Soldaten hielten an Monarchie fest, hatten kein politisches Mitbestimmungsrecht
9. Fehler der Verfassung
- Große Macht für Reichspräsidenten (Ersatzkaiser)
- Notstandsrecht (Art. 48), Parlamentsauflösung (Art. 25)
- Volksentscheid bei Gesetzesentwürfen = Unentschlossenheit à
meist ohne Ergebnisse
10. Hindenburg und die Präsidialkabinette
- Hindenburg wird Reichskanzler nach Eberts Tod
- bildet Präsidialkabinette (Brüning, Papen, Schleier), nutzen
Notstandverordnung
- Hitler wird Reichskanzler und Anführer der SA, nach Tod von Hindenburg
auch Reichspräsident
-->Hitler besitzt alleinige Macht und baut eine Diktatur auf
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